...Kompetenz in Gesundheit und Nachhaltigkeit...

"Der Mensch ist, was er ißt..."

 

„Sinnlich ist der berauschende Wein,

aber sinnlich ist auch das ernüchternde Wasser,

sinnlich ist die Üppigkeit und Schwelgerei,

sinnlich ist die Gänseleberpastete,

aber sinnlich sind auch die Gerstenklöße

und die schwarze Suppe spartanischer Enthaltsamkeit."

 

Ludwig Feuerbach (1843)

Einen äußerst informativen, tiefgehenden Aufsatz zu Ludwig Feuerbach's These finden Sie hier:

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Wir leben in einer Epoche der totalen Fülle. Eigentlich eher Überfülle. Wir haben größtenteils den Bezug verloren zu uns, unseren ethischen Werten und zur Schöpfung.

Wir verhalten uns, als gäbe es kein Morgen, als ständen Ressourcen unbegrenzt zur Verfügung. Wir denken hauptsächlich an uns, und nicht an unsere Nächsten.

Unsere Nächsten, dass sind nicht nur unsere Familie, die Kinder, die Nachbarn. Unsere Nächsten sind auch die Tiere und Pflanzen, die Natur. Wir alle sind aus einer Schöpfung geschaffen und alles ist miteinander vernetzt.

Der Mensch meint, er stände über der Natur, er könne sie beherrschen und die Welt nach seinen Vorstellungen verändern. Das kann er tatsächlich, aber um welchen Preis? Es kommt auf die Vorstellung der Menschen an – und diese ist größtenteils noch immer nicht ganzheitlich-schöpferisch orientiert.

Es herrscht in großem Maße eine Einstellung der Selbstbezogenheit vor, das ICH ist das Bestimmende, nicht mehr das WIR. Wir kreisen um uns selbst, nehmen uns, was uns vermeintlich zusteht und verlieren so doch immer mehr den Zugang zu uns und unserem tiefen spirituellen Wesen.

Beschäftigung mit bewusster Ernährung und Fasten macht etwas mit uns. Es lenkt unser Denken hin zu mehr Achtsamkeit. Nahrung ist nicht nur für den Körper bestimmt, sie nährt auch unsere Seele. Wir kümmern uns um unsere ehrlichen Bedürfnisse, wenn wir aus dem Kreislauf der Völlerei heraustreten. Erkennen, dass Nahrung etwas ist, was die Schöpfung uns gibt. Wenn wir uns hinwenden zu dem, was wir uns einverleiben, können wir nicht mehr ignorieren, wie viel Leid und Schmerz mit industrialisierten Lebensmitteln verbunden ist.

Wenn wir fasten, erkennen wir mit reinem Geist, wie viel Zeit wir mit Nahrungsaufnahme verbringen – und dies nicht aus Hunger, sondern oft aus Zeitvertreib, Langeweile,  Unsicherheit  oder anderen seelischen Gebrechen. Wir essen nicht mehr, um uns zu nähren – sondern wir nutzen Essen als Ersatzbefriedigung für ein großes schwarzes Loch in unserem Inneren.